HSH Nordbank-Konzern gut gerüstet für weiteren Weg ohne Staatsgarantien
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Handout der Pressekonferenz vom 24.08.05
- Zufrieden stellendes Ergebnis im ersten Halbjahr 2005
- Operative Erträge ausgeweitet
- Kredit-Risikovorsorge weiter deutlich rückläufig
- Vorsorgereserven kräftig gestärkt
- Eigenkapitalrentabilität auf Kurs in Richtung 15 %
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Hamburg/Kiel, 24. August 2005 - Die Geschäfte des HSH Nordbank-Konzerns verliefen im ersten Halbjahr 2005 zufrieden stellend. Damit befindet sich die Bank weiter auf Kurs: „Wir sind mit der vollständig umgesetzten Fusion und unserer neuen Strategie gut gerüstet, den erfolgreichen Weg der HSH Nordbank auch ohne Staatsgarantien nahtlos fortzuschreiben“, kommentierte Alexander Stuhlmann, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank AG bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Hamburg. „Die für 2006 angepeilte Eigenkapitalrendite von über 15 Prozent haben wir fest im Visier.“
Die Bilanzsumme des HSH Nordbank-Konzerns hat sich im Vergleich zum 30. Juni 2004 spürbar von 175,4 auf 183,8 Mrd. Euro erhöht – das entspricht einem Anstieg von 4,8 %. Das Geschäftsvolumen stieg um 9,7 % auf 228,4 Mrd. Euro.
Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge konnte gegenüber dem sehr guten Vorjahreswert trotz einer deutlichen Stärkung der Vorsorgereserven um 138 Mio. Euro leicht um 1,1 % auf 411 Mio. Euro gesteigert werden.
Die Eigenkapitalrendite betrug zur Jahresmitte 14,2 % – ein Anstieg um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem 30. Juni 2004 und um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem 31. Dezember 2004.
Die operativen Erträge konnten um 6,2 % auf gut 1 Mrd. Euro ausgeweitet werden.
Der Zinsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % auf 772 Mio. Euro. Die eher verhaltene Entwicklung beim Zinsergebnis – wie sie auch bei den anderen Banken ablesbar ist – spiegelt nicht zuletzt die zurückhaltende Investitionstätigkeit der Wirtschaft wider. Das zeigt auch der Blick auf die Durchschnitts-Bilanzsumme, die per 30. Juni 2005 auf Vorjahresniveau liegt. Die zunehmende Konkurrenzsituation im Bankenmarkt verbunden mit einem entsprechenden Margendruck wirkte sich ebenfalls belastend auf das Zinsergebnis aus.
- Im Segment Shipping konnte in dem international anhaltend dynamischen Umfeld das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 101 Mio. Euro auf 128 Mio. Euro gesteigert werden. Dadurch erhöhte sich die Kernkapitalrentabilität des Segments von 16,9 % auf 21,3 %.
- Das Betriebsergebnis nach Risiko im Segment Immobilienkunden konnte deutlich von 38 Mio. Euro auf 81 Mio. Euro zulegen. Die Rentabilität des Kernkapitals erhöhte sich in der Folge von 7,4 % auf 16,6 %. Hier machte sich neben Ertragszuwächsen vor allem auch eine Entspannung bei den Risikokosten bemerkbar.
- Das Segment Firmenkunden erzielte einen deutlichen Anstieg des Betriebsergebnisses nach Risikovorsorge von 89 Mio. Euro auf 119 Mio. Euro. Die Kernkapitalrentabilität erhöhte sich von 18,7 % auf 26,7 %. In der Kernregion blieben die Kreditnachfrage trotz vereinzelnd gestiegener Investitionsbereitschaft der Kunden insgesamt verhalten und der Margendruck hoch.
- Im Segment Spezielle Firmen- und Institutionelle Kunden stieg das Betriebsergebnis nach Risiko von 105 Mio. Euro auf 126 Mio. Euro. Die Kernkapitalrentabilität erreichte 26,5 % - ein Anstieg um 4,1 Prozentpunkte. Mit der Finanzierung des „Sylt-Express“, einem Reisezug auf der Strecke Hamburg-Westerland mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 125 Mio. Euro – der bisher größten Transaktion im Schienen-Personen-Nahverkehr in Deutschland – hat die Bank ihre Expertise und Strukturierungsfähigkeit in der Eisenbahnfinanzierung untermauert.
- Im Segment Privatkunden, das seit Anfang des Jahres auch die internationalen Privatkundenaktivitäten am Standort Luxemburg beinhaltet, erhöhte sich das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 13 Mio. Euro auf 16 Mio. Euro. Die Kernkapitalrentabilitat stieg von 16,5 % auf 19,6 %.
- Das Segment Financial Markets erreichte trotz der Belastungen aufgrund der Liquiditätsbevorratung mit 165 Mio. Euro beim Betriebsergebnis nach Risiko annähernd den Vorjahreswert in Höhe von 172 Mio. Euro. Die Kernkapitalrentabilität reduzierte sich leicht von 26,5 % auf 25,9 %. Die Eigenanlagen der Bank in Wertpapieren und Kreditderivaten (Credit Investments) werden im Rahmen des Ausbaus der Aktivitäten am Standort Luxemburg in der neu gegründeten HSH Nordbank Securities S.A. konzentriert. Durch die Übertragung des Credit-Investments-Portfolios nach Luxemburg erreicht die Bank effizientere Strukturen und nutzt zugleich die Chancen dieses attraktiven Finanzplatzes.
Der Provisionsüberschuss übertrifft den Vorjahreswert um 13,4 % und erreicht 140 Mio. Euro. Hierzu haben vor allem Provisionen aus dem internationalen Kreditgeschäft beigetragen. Hier macht sich bemerkbar, dass die HSH Nordbank – wie in der neuen Strategie vorgesehen – vermehrt Arranger-Positionen übernimmt. Das Handelsergebnis konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 19,7 % auf 58 Mio. Euro gesteigert werden, ohne dass die Bank dabei höhere Risiken eingegangen ist.
Der sonstige Überschuss erreicht im ersten Halbjahr insgesamt 42 Mio. Euro und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von 15 Mio. Euro (+182,6 %). Zu dem kräftigen Anstieg haben insbesondere Veräußerungsgewinne aus dem Teil-Verkauf der AGV-Anteile geführt, der Leasing-Tochter.
Die Verwaltungsaufwendungen bewegen sich in der Summe – wie erwartet – recht deutlich über dem Niveau des Vorjahreswertes. Sie betrugen per 30. Juni insgesamt 428 Mio. Euro – ein Anstieg um 15,4 %. Dabei erhöhten sich die Sachaufwendungen um 16,1 % auf 229 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist u. a. durch höhere Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Strategieumsetzung bedingt. Hinzu kommen Auswirkungen durch Veränderungen im Konsolidierungskreis. Mit der fortschreitenden Implementierung des Geschäftsmodells sowie der Abschluss von Großprojekten wie IAS/IFRS und Basel II dürfte nach 2005 der Sachaufwand erheblich entlastet werden, insbesondere durch einen deutlichen Rückgang der Beratungsaufwendungen.
Die Personalaufwendungen liegen mit 199 Mio. Euro ebenfalls spürbar über dem Vorjahreswert (+14,5 %). Verantwortlich hierfür waren die im Zusammenhang mit der neuen Strategie notwendigen Neueinstellungen von Spezialisten sowie Tariferhöhungen und Pensionsrückstellungen. Die Mitarbeiterzahl im Konzern betrug zum Stichtag 30. Juni 2005 4.534 – ein Plus von 79 im Vergleich zum Vorjahresstand.
Die Cost-Income-Ratio liegt wegen der Investitionen in das neue, dienstleistungsintensivere Geschäftsmodell mit 42,2 % über dem Niveau des Vorjahres (1. HJ 2004: 38,9 %) – nach wie vor ein im Bankenvergleich sehr niedriger Wert.
Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung beläuft sich zum Halbjahr auf 585 Mio. Euro – ein leichtes Plus von 0,3 %.
Die Position Risikovorsorge/ Bewertung liegt zum 30. Juni bei 174 Mio. Euro – aufgrund einer deutlichen Stärkung der Vorsorgereserven um 138 Mio. Euro (1. HJ 2004: 50 Mio. Euro) nur ein leichter Rückgang um 1,3 %. Im Kreditgeschäft betrug die Risikovorsorge noch 82 Mio. Euro – ein weiterer Rückgang um fast ein Viertel oder 27 Mio. Euro. Das Wertpapiergeschäft hat die Risikovorsorge im ersten Halbjahr in der Summe sogar deutlich entlastet. Die erforderlichen Abschreibungen wurden durch realisierte Kursgewinne um knapp 78 Mio. Euro überkompensiert. Die Addition der Risikovorsorge im Kredit- und Wertpapiergeschäft liefert gegenüber dem Vorjahr auch nach dem zweiten Quartal eine erfreuliche Differenz von 122 Mio. Euro.
Als Resultat ergibt sich ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 411 Mio. Euro, ein Plus von 1,1 %. Hierbei muss allerdings die im Vorjahresvergleich deutlich höhere Dotierung der Reserven berücksichtigt werden.
Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern und Teilgewinnabführun-gen wird der Jahresüberschuss des Vorjahres um 2,3 % übertroffen; er beläuft sich auf 155 Mio. Euro.
„Für das Gesamtjahr 2005 sind wir angesichts der schwierigen Marktbedingungen verhalten optimistisch“, kommentierte Stuhlmann. „Viel wird von der weiteren Entwicklung der Kapitalmärkte und dem Verlauf bei der Risikovorsorge abhängen. Eines aber ist viel entscheidender: Auch wenn wir noch einige Anstrengungen vor uns haben, sind wir überzeugt, für den weiteren Weg der Bank gut aufgestellt zu sein.“
Kennzahlen des HSH Nordbank-Konzerns per 30. Juni 2005
| HSH Nordbank-Konzern (in Mio. Euro) | 1. HJ 2005 | 1. HJ 2004 | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 183.777 | 175.380 | +4,8 | |
| Geschäftsvolumen | 228.421 | 208.295 | +9,7 | |
| Operative Erträge | 1.012,6 | 953,7 | +6,2 | |
| darunter Zinsüberschuss | 772,1 | 766,6 | +0,7 | |
| darunter Provisionsüberschuss | 140,1 | 123,5 | +13,4 | |
| darunter Handelsüberschuss | 58,3 | 48,7 | +19,7 | |
| darunter Sonstiger betrieblicher Überschuss | 42,1 | 14,9 | +182,6 | |
| Verwaltungsaufwendungen | -427,5 | -370,6 | +15,4 | |
| darunter Personalaufwand | -198,5 | -173,3 | +14,5 | |
| darunter Sachaufwand | -229,0 | -197,3 | +16,1 | |
| Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung | 585,1 | 583,1 | +0,3 | |
| Risikovorsorge und Bewertung | -174,3 | -176,6 | -1,3 | |
| Betriebsergebnis nach Risikovorsorge und Bewertung | 410,8 | 406,5 | +1,1 | |
| Jahresüberschuss | 155,3 | 151,8 | +2,3 | |
| Zahl der Mitarbeiter (Anzahl) | 4.534 | 4.455 | ||
| Cost Income Ratio (in %) | 42,2 | 38,9 | ||
| Eigenkapitalrentabilität (in %) | 14,2 | 13,6 | ||
| Eigenkapital (in Mio. €) | 6.651 | 6.424 | ||
| Aufsichtsr. Kernkapitalquote (in %) | 6,5* | 7,0 | ||
*Das nach Ende des Berichtshalbjahres von den Eigentümern zugeführte Kapital bewirkt einen Anstieg der Kernkapitalquote um rund 0,5 Prozentpunkte.
Die HSH Nordbank AG ist eine starke Regionalbank im Norden Europas. Sie verfügt über eine Bilanzsumme von 184 Mrd. Euro und beschäftigt weltweit rund 4.500 Mitarbeiter. In ihrer Kernregion Hamburg und Schleswig-Holstein ist sie Marktführer. Als internationaler Spezialfinanzierer liegt der Schwerpunkt auf Transport und Immobilien. Im Transportbereich deckt die HSH Nordbank die gesamte Wertschöpfungskette ab und ist weltweit führender Schiffsfinanzierer. Im Immobiliengeschäft zählt die HSH Nordbank als Dienstleister rund um die Immobilie zu den stärksten Banken in Deutschland. Sie ist ein anerkannter Partner der Kapitalmärkte.
Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen sind kein Verkaufsangebot für jedwede Art von Wertpapieren der HSH Nordbank AG. Wertpapiere der HSH Nordbank AG dürfen nicht ohne Registrierung gemäß US Wertpapierrecht in den USA verkauft werden, es sei denn ein solcher Verkauf erfolgt unter Ausnutzung einer entsprechenden Ausnahmevorschrift.
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