Leinen los an der Förde

Mehr als drei Millionen Besucher und Sportler aus 66 Ländern: Die Kieler Woche ist ein Mega-Event – das größte Se­gel­sport­fest der Welt und das größte Volksfest im Norden. Die Wettkämpfe auf dem Wasser begeistern gleichermaßen Segel­sport­fans und Land­ratten jedes Jahr Ende Juni. Ihren Höhepunkt findet die Kieler Woche alljährlich in der großen Wind­jammer­parade in der Kieler Förde.

Die Kieler Woche knackt Rekorde: 1.700 Regatta-Meldungen – das gab es noch nie in 135 Jahren. Seit Ende des 19. Jahrhundert schon findet das Segelsportereignis vor Laboe statt. 20 Yachten starteten 1882 zu ihrer ersten Regatta vor Düsternbrook. Mittlerweile begeistert die Kieler Woche Segelsportfans aus aller Welt. Rund 4.000 Segler kommen jährlich an die Förde, um sich in Wettkämpfen zu messen. Kiel ist in der letzten Juniwoche jedes Jahr aufs Neue das Mekka für Segler. In 16 nationalen und internationalen Bootsklassen sowie in den zehn Olympischen Klassen finden Regatten statt. Zudem messen die Yachten in den Klassen ORC International I-IV und in verschiedenen One Design-Klassen ihre Kräfte.

Kulturelles Miteinander

Die Kieler Woche ist aber weit mehr als nur eine Segelregatta. Sie ist ein Spektakel mit mehr als 2.000 Einzel­ver­anstaltungen und Konzerten. Start­schuss für das Volksfest in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt rund um den sportlichen Wettkampf waren die olympischen Spiele 1972: „Man wollte damals das kulturelle Miteinander fördern“, so Dirk Ramhorst vom Organisationskomitee, „das ist auch heute ein wesentlicher Faktor. Wir haben 66 Nationen, die nach Kiel kommen – das ist einmalig.“ Zu den Höhepunkten der Festwoche zählen die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises und die des Wissenschaftspreises und Innovationspreises der Stadt sowie das traditionelle Feuerwerk. Musiker, Künstler und Kulinarik sorgten auch in diesem Jahr in den zehn Festtagen für Unterhaltung und tolle Stimmung bei den rund drei Millionen Besuchern.

Engagement für den Sport und die Jugend

Charity-Aktion „Gut für Kids“ auf der Kieler Woche
Charity-Aktion „Gut für Kids“ auf der Kieler Woche

Möglich machen dies auch die Premium­sponsoren wie die HSH Nord­bank, die mit ihrem Engagement tief in der Region verankert ist: Bereits zum 14. Mal in Folge unterstützt die Bank das sportliche Großereignis im Norden, und nicht nur das, auch mit ihrer Charity-Aktion „Gut für Kids“ war die Bank wieder auf der Kieler Woche unterwegs (siehe Kasten), für Stefan Ermisch, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank ein besonderes Anliegen: „Die Kieler Woche verknüpft gesellschaftliches Miteinander und sportliche Höchstleistungen in einzigartiger Weise. Teamgeist und Fairness stehen bei den Regatten im Mittelpunkt und sind Werte, die auch für Kinder und Jugend­liche wichtig sind.“

Mehr über Gut für Kids

An 120 Verkaufsständen und bei Promotion­teams konnten die Besucher der Kieler Woche auch in diesem Jahr wieder die blauen Charity-Armbänder für 1€ kaufen. Besonderes High­light in diesem Jahr war das schwarze Armband mit dem Aufdruck „Gut für Kids“ für 10€. Die Charity Aktion ist im Jahr 2011 von der Kieler Woche und der HSH Nordbank ins Leben ge­rufen worden, Spenden kommen dem Projekt „Kids in die Clubs“ zugute, das vom Sport­ver­band Kiel e.V. und seinen teil­nehmen­den Ver­ein­en und der Landes­haupt­stadt gemeinsam gegründet wurde. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Vereinssport zu ermöglichen. Sportgeräte und anderes Material können mit den Mitteln beschaffen werden.

Wirtschaftsfaktor für die Region

Auch abseits der Festwoche ist das Sportereignis ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region: „Mehrere hundert Arbeitsplätze hängen ganzjährig an die Kieler Woche“, so Regatta-Chairman Dirk Ramhorst. Er ist bereits seit 2004 dabei und damit einer von 450 Ehrenamtlichen, die die Kieler Woche möglich machen. Für ihn ein ganz besonderes Ereignis: „Es gibt einen berühmten Spruch im Segelsport: Do it like in Kiel. Ein Beispiel dafür ist die Übertragung der Segelwettbewerbe an Land, damit auch die Zuschauer alles mitbekommen. Diese Verbindung von Tradition und Innovation ist einmalig.“

„Es gibt einen berühmten Spruch im Segelsport: Do it like in Kiel.“

Dirk Ramhorst, Chairman des Kieler Woche Organisationskomitee

Besondere Nähe zwischen Publikum und Sportlern

Diese Nähe zum Publikum, die gibt es so nirgendwo anders! Man kommt an Land und dann stehen da so viele Leute, die einen beobachten, ansprechen oder bejubeln
„Diese Nähe zum Publikum, die gibt es so nirgendwo anders.“

Doch nicht nur für Sportler und Gäste aus aller Welt ist die Kieler Woche ein Highlight, sondern auch für Profis aus der Region. Jan-Hauke Erichsen trainiert in Kiel Schilksee, für ihn hat die Regatta direkt vor der Haustür ein ganz besonderes Flair: „Diese Nähe zum Publikum, die gibt es so nirgendwo anders! Man kommt an Land und dann stehen da so viele Leute, die einen beobachten, ansprechen oder bejubeln.“

Sportliche Vielfalt

Vom Olympiazentrum Schilksee starten die Segelsportler jedes Jahr ihre Regatten. In 16 verschiedenen Klassen kämpften in diesem Jahr Segler aus 66 Nationen um Pokale. Für die Zuschauer entlang der Kiellinie gibt es ganz besondere „Wettkämpfe“ wie Optimistenrennen, Kanupolo oder auch Kutterpullen. Und noch ein sportliches Highlight gab es in diesem Jahr: Die Para World Sailing Championships. Damit wollen der Weltsegler-Verband und die Kieler-Woche-Veranstalter ein Zeichen für die Inklusion im Segelsport setzen. Die Inklusion von Seglern mit Behinderung ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Kieler Woche.

Auch bei der Kieler Woche 2018 wird wird es mit dem Finale des Sailing World Cups – der Höhepunkt der inter­nationalen Renn­serie des olympischen und paralympischen Segelsports – wieder Spitzensport geben. Das ist ein positives Signal für Kiel.Sailing.City und unterstreicht den Ruf als Welthauptstadt des Segelns.

Die Kieler Woche in Zahlen

  • 135 Jahre Kieler Woche
  • 4.000 Segler auf 1.699 Booten
  • 16 Segelwettkämpfe
  • 3 Mio. Besucher
  • 16 Bühnen mit Live-Musik
  • 555 gehisste Kieler Woche Flaggen