Studie: Stu­die­ren­de, Azubis und Pendler kon­kurrieren um kompakten Wohnraum

  • HSH Nordbank Kurzstudie zeigt Trends für Temporäres Wohnen
  • Zahl der Studienanfänger steigt deutschlandweit
  • Deutlich zu wenig kleine Wohnungen in Hamburg
  • Jeder zweite Hamburger lebt im Einpersonenhaushalt

Hamburg/Kiel, 28. Juni 2017 - „Temporäres Wohnen“ ist für die Immobilienbranche ein aktuelles Trendthema. Das vor wenigen Jahren noch unbeachtete Nischen-Segment hat sich in Deutschland zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt. Ob modernes Student-Housing, voll ausgestattete Mikroapartments für Azubis oder kleine, zentral gelegene Wohnungen für Pendler: Wohnen auf Zeit ist ein urbanes Thema mit steigender Relevanz.

Die HSH Nordbank hat am Mittwoch in Hamburg eine Kurzstudie vorgestellt, in der sie die Entwicklungen in dieser besonderen Asset-Klasse und die beeinflussenden Faktoren aufzeigt. Neben Prognosen für Deutschland fokussiert die Studie auf die Metropole Hamburg.

Ein wichtiger Indikator für die Nachfrage nach temporärem Wohnraum ist die Zahl der Einpersonenhaushalte. Einhergehend mit einem prognostizierten jährlichen Bevölkerungswachstum von etwa 9.600 Neu-Hamburgern wird auch die Zahl der Alleinlebenden um 3.700 pro Jahr steigen. Bereits heute lebt jeder zweite Hamburger in einem Einpersonenhaushalt – in der Innenstadt sind es sogar zwei von drei Haushalten.

Zahl der Studierenden steigt deutschlandweit – Hamburg auf Platz 2

Studierende sind eine bedeutende und in den vergangenen Jahren immer größer werdende Nachfragegruppe für Temporäres Wohnen. Rund 2,8 Millionen Menschen studieren an etwa 420 Hochschulen. Mit mehr als 340.000 ausländischen Studierenden zählt Deutschland damit zu den Top-Five-Studienstandorten weltweit.

In Hamburg stieg die Zahl der Studierenden in den vergangenen neun Jahren um starke 40 Prozent auf aktuell rund 100.000, etwa jeder zehnte Studierende kommt aus dem Ausland. Im Jahr 2025 sehen Prognosen Hamburg mit der zweithöchsten Studienanfängerquote deutschlandweit. Gleichzeitig ist Wohnraum in der Elbmetropole knapp, besonders an kleinen Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen mangelt es. Bis 2020 fehlen in der Hansestadt Hochrechnungen zufolge rund 2.800 Wohnungen pro Jahr.

Die HSH Nordbank beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit temporären Wohnformen und hat deutschlandweit bereits viele Projekte begleitet. Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden bei der HSH Nordbank, sagte: „In kaum einem anderen Immobiliensegment fallen Nachfrage und Angebot so stark auseinander wie beim Wohnen auf Zeit, da immer mehr Studierende, Singles und Pendler um kompakten Wohnraum in den Innenstädten konkurrieren. In Hamburg sehen wir deshalb und aufgrund von Nachholeffekten auch mittelfristig einen hohen Bedarf für diese Wohnprodukte“.

Jeder zweite Ausbildungsplatz mit nicht-Hamburgern besetzt

Neben den Studierenden sind junge Menschen in der Ausbildung und Berufsanfänger eine wichtige Größe auf der Nachfrageseite. Rund 38.000 Auszubildende sind laut Handelskammer Hamburg in der Hansestadt im laufenden Jahr beschäftigt und ebenfalls auf der Suche nach kleinen, zentral gelegenen Wohnungen.

Fin Mohaupt, Leiter Ausbildungsberatung bei der Handelskammer Hamburg, sagte: „Im Bereich unserer Handelskammer besetzen wir mehr als jeden zweiten Ausbildungsplatz mit Auswärtigen. Die Hamburger Wirtschaft ist auf diese jungen Leute aus anderen Bundesländern dringend angewiesen. Zum Glück können wir sie mit dem facettenreichen und spannenden Ausbildungsmarkt und all den anderen Vorteilen unserer attraktiven Metropole anziehen. Umso wichtiger ist es aber, auch ihnen bezahlbare Wohnmöglichkeiten anzubieten und das Angebot hier erheblich auszuweiten.“

Größtes temporäres Wohnprojekt Hamburgs „THE FIZZ“ im Bau

Auf die massive Nachfrage nach temporären Wohnformen reagiert die International Campus AG (IC) aus München. Deutschlandweit entwickelt das Unternehmen Projekte mit Wohnraum für Studierende, Auszubildende und junge Berufstätige. In Hamburg ist IC derzeit mit vier Projekten am Start: in Altona, am Holstenwall, am Rödingsmarkt und an der Adenauer Allee/Steindamm entstehen insgesamt mehr als 1.500 Apartments, das Investitionsvolumen liegt bei mehr als 270 Millionen Euro.

Horst Lieder, Vorstandsvorsitzender der International Campus AG, sagte: „In Altona errichten wir mit dem ‚THE FIZZ Hamburg Altona‘ ein neues Quartier mit mehr als 770 Apartments sowie Raum für Einzelhandel. Aufgrund des großen Interesses prüfen wir derzeit Möglichkeiten, Wohnungen für Auszubildende auch in größeren Kontingenten an Unternehmen zu geben.“ Die Kaltmieten der Azubi-Apartments lägen voraussichtlich ab 220 Euro im Monat, die Fertigstellung ist für das Sommersemester 2019 geplant. „Die Bauarbeiten an der Stresemannstraße in Altona sind bereits in vollem Gange. Über mögliche Nutzungskonzepte für die Areale Holstenwall und Adenauer Allee Ecke Steindamm sind wir in fortgeschrittenen Gesprächen.“

Hier finden Sie die Kurzstudie zum Temporären Wohnen sowie die darin enthaltenen Grafiken zum Download.

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