Corporate PPA - Direktverkauf von Ökostrom ist europaweit im Kommen

Hamburg/Kiel, 12. April 2018 - Europaweit wächst das Volumen von PPA (Power Purchase Agreement). Dieses eröffnet Wind- oder Solarparkbetreibern durch direkt abgeschlossene Strombezugsverträge neue Möglichkeiten. Denn immer mehr Unternehmen verfolgen Nachhaltigkeitsstrategien und wollen Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen beziehen.

Die Erneuerbare Energien-Branche muss sich wegen deutlicher Kostensenkungen perspektivisch auf ein Auslaufen von staatlich garantierten Einspeisevergütungen einstellen. Direktabnahmeverträge mit Großkunden können eine langfristige Erlössicherheit sicher stellen. Die Wachstumsraten in diesem noch jungen Marktsegment sind beeindruckend: So wurden 2017 in Europa Corporate PPA mit dem Rekord-Volumen von 1,44 Gigawatt abgeschlossen – das sind knapp 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Verband Windpower Europe spricht von einer „PPA-Revolution“.

Zwar ist die Ökostromvermarktung im Wege eines PPA in Deutschland aktuell gesetzlich noch benachteiligt, denn hier muss sämtlicher Strom über die Strombörse verkauft werden, um eine EEG-Förderung zu erhalten. Bislang werden PPA-Verträge vor allem in Schweden, Norwegen, den Niederlanden und Großbritannien abgeschlossen. Doch die anstehende Neuregelung der EU-Richtlinie zur Förderung der Erneuerbaren Energien soll die bestehenden Hemmnisse zur Direktvermarktung von Ökostrom mittels PPA in allen Mitgliedsstaaten ab 2021 beseitigen.

In ihrer Studie „Corporate PPA – Going Green“ beleuchtet die HSH Nordbank das Potenzial für PPA in Europa auch aus der Sicht des Finanzierers von EE-Projekten und stellt dar, wie die Strombezugsverträge zwischen EE-Produzent und endverbrauchendem Unternehmen funktionieren. „PPA gewinnen immer stärker an Bedeutung. Wir sind startklar, um unsere Kunden optimal zu begleiten, sobald dies auch die Rahmenbedingungen erlauben“, sagte Inka Klinger, Leiterin Energie & Logistik Vertrieb Deutschland der HSH Nordbank.

PPA werden aktuell vorwiegend von Großunternehmen genutzt, weil ihre Vertragsgestaltungen recht aufwendig sind. „Ab 2021 werden PPA in Europa bei neuen EE-Projekten deutlich häufiger verwendet werden. Und auch aus Bestandsanlagen, die nach Ablauf ihrer Förderung weiter betrieben werden, erwächst in den nächsten Jahren zusätzliches Potenzial für den Abschluss von PPA mit kurzen Vertragslaufzeiten“, sagte Inka Klinger.

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