Studie: ECA-Deckungen gewinnen für neue Windenergieprojekte an Bedeutung

Hamburg/Kiel, 22. August 2018 - Europas Windenergie-Branche befindet sich durch den von der EU vorgegebenen Systemwechsel in der Förderpolitik hin zu Ausschreibungen und die Deckelung des Kapazitätszubaus im Umbruch. Mit den Auswirkungen befasst sich auch die aktuelle Kurzstudie „Finanzierungen von Windenergieprojekten mit Exportkreditagenturen“ der HSH Nordbank.

Nur noch die kostengünstigsten Projekte bekommen Zuschläge in den Auktionen. Das zwingt alle Ebenen der Wertschöpfung zu größtmöglicher Effizienz, führt zu sinkenden Förderhöhen in den Auktionen und bringt so die von der Politik gewünschten Entlastungen bei der Ökostromförderung. Zudem sinken die Potenziale in Europa bedingt durch den bereits erfolgten Zubau, Akzeptanz in der Bevölkerung und genehmigungsbedingte Hemmnisse. Für viele Projektierer, Investoren und Hersteller bedeutet dieses die Notwendigkeit einer Diversifizierung in Bezug auf die für sie relevanten Märkte.

In den Heimatmärkten wächst zudem der Druck auf die Wirtschaftlichkeit der Projekte. Sinkende Vergütungshöhen bis hin zur völligen Einstellung gesetzlicher Einspeiseförderung sind erlösseitig herausfordernd. Viele Projektentwickler suchen sich deshalb frühzeitig Partner für die Entwicklung ihrer Projekte, expandieren mit ihrem tiefen Know-how aber auch verstärkt in Wachstumsmärkte außerhalb der EU. Außereuropäische Zielmärkte sind im Bereich der Windenergie teilweise noch weniger weit entwickelt und wettbewerbsärmer, bringen auch andere Herausforderungen mit sich. So sind die länderspezifischen Besonderheiten über den vollen Projektlebenszyklus für ausländische Investoren und projektfinanzierende Banken einzuschätzen. Höhere Renditeanforderungen und ungünstigere Darlehenskonditionen bis hin zu Investitionszurückhaltung können die Folge sein.

Hier sind Garantien von staatlichen Exportkreditagenturen (sogenannte „ECA-Deckungen“) ein geeigneter Baustein zur Risikosteuerung für Projektentwickler und Investoren. Denn neben ihrem primären Zweck, hier der Förderung des Exports von Windenergieanlagen, sind ECA-Deckungen auch bei der Projektfinanzierung nutzbar und können damit die Erschließung neuer Märkte mit erhöhten Länderrisiken erleichtern. „ECA-Deckungen werden künftig eine noch wichtigere Rolle beim weltweiten Ausbau der Windenergie spielen, um sowohl Länderrisiken als auch Projektrisiken zu minimieren“, sagte Nils Driemeyer, Leiter Vertrieb Energie & Versorger International der HSH Nordbank.

Wie die Finanzierung eines der größten europäischen Onshore-Windparks in Schweden gezeigt hat, bieten aber auch größere Projekte in Märkten mit nur marginalen Länderrisiken Potenzial für eine ECA-Deckung.

Welche Risiken lassen sich wo absichern und wie wirkt sich die staatliche Deckung auf die Finanzierungskonditionen für Windenergieprojekte aus? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt werden? Diese Fragen beantwortet die aktuelle Kurzstudie „Finanzierungen von Windenergieprojekten mit Exportkreditagenturen“ der HSH Nordbank. Hersteller, Projektentwickler, Investoren und Finanzierer von größeren Windenergie-projekten sollten den Nutzen und die Kosten von ECA-Deckungsmöglichkeiten für ihre Projekte grundsätzlich prüfen, lautet die Empfehlung der Studie.


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