HSH um rd. € 1,64 Mrd. ent­las­tet – 1. Teil des NPE-Markt­port­fo­lios ver­äussert

  • Weitere Verkäufe aus dem Altlasten-Portfolio bis Jahresmitte erwartet
  • CET1-Quote steigt um 0,1 PP.
  • NPE-Quote sinkt um rund 1,3 PP.
  • CEO Ermisch: „Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Eigentümerwechsel“

Hamburg/Kiel, 27. Januar 2017 - Die HSH Nordbank ist auf dem Weg zum Eigentümerwechsel einen weiteren Schritt vorangekommen und bereinigt im Zuge eines umfangreichen Portfolioverkaufs in Höhe von 1,64 Milliarden Euro ihre Bilanz abermals um Altlasten. Gleichzeitig treibt sie den Verkauf weiterer problematischer Altkredite aus den Jahren bis 2009 voran.

Mit diesem ersten Teil der Markt-Transaktion sinkt die Non Performing Exposure (NPE)-Quote der HSH Nordbank um rund 1,3 Prozentpunkte. Diese wurde zuletzt mit 17 Prozent zum 30.09.2016 ausgewiesen. Die nun im Markt veräußerten Altlasten stammen aus der Zeit bis 2009 und sind durch die Garantie der Länder aus demselben Jahr verlustseitig abgedeckt. Weiterer Effekt des Portfolioverkaufs: Die CET1- Quote, an der die Kapitalstärke ablesbar ist, steigt um 0,1 Prozentpunkte. Diese lag zum 30.09.2016 bei 13,7 Prozent.

Im Detail besteht das jetzt veräußerte Altportfolio aus Flugzeugfinanzierungen (Aviation) mit einem Volumen von rund 800 Millionen Euro EaD sowie kleinteiligen Krediten für kontinentaleuropäische Gewerbeimmobilien (Skandinavien, Niederlande, Deutschland) mit einem Volumen von rund 540 Millionen Euro EaD, die ebenfalls zum Nicht-Kerngeschäft der HSH Nordbank gehören. Käufer für das Aviation-Portfolio ist die australische Investmentbank Macquarie Bank, die Immobilienkredite werden von der Bank of America Merrill Lynch erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Eine zusätzliche Entlastung von 300 Millionen Euro erreichte die HSH Nordbank mit Einzelverkäufen an weitere Investoren sowie durch Tilgungen während der seit Herbst 2016 von der UBS begleiteten Vermarktung dieses Marktportfolios.

Die Transaktion ist ein Bestandteil der EU-Entscheidung zwischen der EU, dem Bund und den Ländern zum Eigentümerwechsel der HSH Nordbank. Sie bedarf noch unter anderem der kartellrechtlichen Genehmigungen und soll im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen sein (Closing). Die Bank darf ein garantieunterlegtes Altkreditportfolio in Höhe von 3,2 Milliarden Euro im Markt verkaufen und die früher schon gebildete Risikovorsorge beschleunigt gegen die Garantie aus dem Jahr 2009 verrechnen.

"Dies war ein transparenter und wettbewerbsintensiver Prozess, der sowohl bei internationalen Banken als auch bei vielen Kredit-Investoren sehr großes Interesse hervorgerufen hat. Die Bank wird dadurch - wie mit der EU vereinbart - weiter von Altlasten befreit. Derzeit führen wir Gespräche, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, über die Veräußerung weiterer Pakete aus diesem Marktportfolio. Auch hier geht es um nicht-strategische Alt-Engagements, und zwar aus dem Bereich Energy sowie internationale Immobilienobjekte", sagte Stefan Ermisch, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank. „Der Verkauf ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Eigentümerwechsel.“

Laut EU-Entscheidung vom Mai 2016 darf die Bank im Vorfeld des Eigentümerwechsels leistungsgestörte Kredite (NPE) in einer Höhe von bis zu 8,2 Milliarden Euro EaD veräußern und daraus resultierende Verluste gegen die Garantie der Mehrheitseigner Hamburg und Schleswig-Holstein beschleunigt abrechnen. Zum 30.6.2016 wurde ein Portfolio leistungsgestörter Schiffskredite mit einem Volumen von 5 Milliarden Euro EaD (Stichtag: 31.12.2015) bilanziell an eine Gesellschaft der Eignerländer übertragen.

Operativ blickt die HSH Nordbank auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück. Nach den ersten neun Monaten 2016 betrug das Ergebnis der Kernbank – in ihr sind die zentralen Geschäftsfelder der Bank gebündelt – vor Steuern 535 Millionen Euro. Die Neugeschäftsentwicklung verlief in einem herausfordernden Marktumfeld sehr zufriedenstellend und bewegt sich auf dem starken Niveau des Vorjahres. Wie bereits angekündigt, rechnet die Bank für das Gesamtjahr 2016 mit einem Gewinn, der allerdings unter dem starken Vorjahreswert liegen dürfte. Zudem erwartet die Bank, dass sie ihr Ziel einer weiter verbesserten und starken CET1-Quote im Vorfeld des Eigentümerwechsels erreichen wird.

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